Doppelresidenz

 

 

DOPPELLRESIDENZ-

ERFAHRUNGSBERICHT EINER MUTTER DIE DEN ANTRAG AUF DAS WECHSELMODELL GESTELLT HAT

Der Verein "Väter für Recht-Gemeinsam für unsere Kinder" hatte die Möglichkeit einer engagierten Mutter die das Wohl ihres Kindes in den Mittelpunkt stellt, ein paar Fragen zu diesem spannenden Thema zu stellen, und bedankt sich für die ausführliche und ehrliche Beantwortung unserer Fragen:

 

Väter für Recht: Wie kam es zur Entscheidung die Doppelresidenzlösung zu beantragen ?

Antwort: " Ich hab mich 2016 vom Vater unserer Tochter ( damals 3,5 Jahre alt ) getrennt und die Scheidung beantragt. Wir hatten schon damals Beide unsere eigenen Unternehmen und somit waren wir auch zeitlich sehr flexibel. Aus diesem Grund war die Doppelresidenzlösung die beste Lösung für Johanna".

Väter für Recht:  Wie wurde der Zeitraum des Aufenthaltes geregelt ?

Antwort: " Aufgrund des Alters haben wir fast bis zum Beginn der Schulzeit eine sehr flexible Lösung vereinbart, wo sie ca. 3-5 Tage bei einem Elternteil verbracht hat. Seit ihrem Schulbeginn wechseln wir wöchentlich, um für sie einen guten Rhythmus und etwas Struktur zu bekommen. Wir sind jedoch immer noch sehr flexibel und unterstützen den jeweiligen betreuenden Elternteil bei möglichen, zeitlichen Engpässen".

Väter für Recht:  Wie haben Jugendwohlfahrt und Gerichte reagiert ?

Antwort: " Sehr überrascht und auch etwas überfordert. Ich hatte das Gefühl, dass sie keine Erfahrungen mit dieser Lösung haben

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. Sie waren aber kooperativ und sehr zuvorkommend. Hier möchte ich aber auch darauf hinweisen, dass wir im Vorfeld mit unseren Rechtsanwälten Alles sehr sauber und vor allem ohne dramatischen Streitszenen geregelt hatten.

Väter für Recht:  Wie hat sich die Lösung auf die pädagogische und psychische Entwicklung des Kindes ausgewirkt ?

Antwort: " Unsere Tochter war vor allem in den ersten Monaten sehr hin- und hergerissen. Wir haben bestmöglich versucht sie aus unseren Streitigkeiten und Differenzen herauszuhalten. Sie hörte des Öfteren: " Liebe Johanna. Das geht dich nichts an. Wir lieben dich und wir sind deine Familie. Und alles andere geht dich nichts an." Das klingt vielleicht etwas hart, aber sie hat dadurch Sicherheit bekommen. Jetzt nach 5 Jahren genießt sie diese Situation. Sie kennt von anderen Kindern, die nur alle 14 Tage bei ihren Vätern sind und würde das nicht haben wollen". 

Väter für Recht: Sie würden also sagen, dass sie diesen Rhythmus einfordert ?

Antwort: " Ja, sie fordert diesen ein und mag es nicht, wenn sie mal länger bei einem Elternteil bleiben muss (z.B. wegen Corona Quarantäne oder Urlaub. Der Rhythmus von dem wöchentlichen Wechsel tut ihr sehr gut. Als Mutter muss ich damit klar kommen, dass sie vielleicht mal lieber bei ihrem Papa ist. Diese Entscheidung wird ihr ab dem 14. Lebensjahr frei stehen. Ich muss auch damit klar kommen, dass ich meine Tochter nicht immer um mich habe".

Väter für Recht:    Können Sie uns sagen, was die Scheidung für Sie bedeutet hat ?

Antwort: " Eine Scheidung bedeutet, dass die Werte der Ehepartner nicht mehr dieselben sind. Man streitet, lebt sich auseinander und findet nicht  mehr zusammen. Das ändert sich auch nach der Scheidung nicht".

Väter für Recht:    Wie gestaltet sich die Erziehung Ihres Kindes durch die Doppelresidenz ?

Antwort: " Ich bin nicht immer konform mit der Erziehung, dem Vorleben und der Einstellung meines Exmannes-aber es beeinträchtigt meine Tochter nicht. Ich hab gelernt, dass ich akzeptieren muss, dass mein Exmann gewisse Dinge anders macht.

Väter für Recht:  Wie erlebt Ihre Tochter diese Unterschiede ?

Antwort: " Johanna hat gelernt, dass es unterschiedliche Menschen gibt, die anders leben. Und sie holt sich aus jeder Situation das Beste für sich heraus, ohne die Eltern gegeneinander auszuspielen, da wir das von Anfang an nicht zugelassen haben".

Väter für Recht:    Hätten Sie abschließend noch ein Beispiel dafür ?

Antwort: " Ein Beispiel dafür wäre, dass ich gerne lese und sie gerne liest - aber nur bei mir. Sie liest nicht bei ihrem Vater, weil er auch nicht liest. Dafür sehen sie coole Dokumentationen oder schauen manchmal Filme. Und das ist gut so.

Väter für Recht:    Würden Sie sich mit Ihren heutigen Erfahrungen nochmals für die Doppelresidenz entscheiden ?

Antwort: " Unsere Tochter hat sicherlich sehr früh Dinge emotional lernen müssen, die andere Kinder nicht erfahren. Aber sie hat eine gute Beziehung zu beiden Eltern-zu mir und zu ihrem Papa. Und das ist glaube ich sehr wichtig. Ich würde diese Entscheidung sofort wieder gleich treffen und ich denke, dass würde auch mein Exmann sofort unterschreiben"!

Väter für Recht:   Herzlichen Dank für Ihre Zeit und die offene vertrauensvolle Beantwortung unserer Fragen. Sie haben damit vielen unserer Klienten und  Menschen die dieses Thema betrifft sehr geholfen.

 

 

 Interessanter Link :

 Familien einst und jetzt-Barbara Karlich Show

 

 

 

 

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1.) Link zur Resolution

2.) Link zur Presseaussendung Doppelresidenz